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USA, der Westen, unendliche Weiten...
Last updated: 25/04/2012Mit der Einleitung, die ich in leicht abgewandelter Form aus der legendären
Serie "Raumschiff Enterprise" geliehen habe, sind wir vor Kurzem von
unserer
nunmehr fünften USA-Tour zurückgekehrt.
Auf dieser Seite möchten wir einen Eindruck von dem geben, was uns unterwegs
beeindruckt, amüsiert oder auch bewegt hat.
USA - die Erste.
Als wir im September 1987 nach ausgiebiger Planung und dem "Wälzen" von vier
Polyglott-Reiseführern zu unserer ersten, vierwöchigen Wohnmobil-Tour von Los
Angeles nach New York aufbrachen, hatten wir kaum eine Ahnung, was uns erwarten
würde.
Mit einem befreundeten Paar aus Oeding machten wir uns auf die immerhin ca.
5.700 Kilometer lange Reise.
Von einem platten Reifen über nächtlichen Besuch auf dem Wohnmobil-Stellplatz
bis hin zu perfekt plattdeutsch sprechenden Walmart-Verkäuferinnen im tiefsten
Pennsylvania reichten nachher unsere Erfahrungen. Insgesamt zwar eine schöne,
beeindruckende und anstrengende Reise, die bei uns den Wunsch hinterließ: wir
müssen unbedingt nochmal wiederkommen...
USA - die Zweite
Ganze 20 Jahre hat es dann doch gedauert, bis wir uns unseren Traum von damals
erfüllen konnten. Im September 2007 flogen wir mit den Kindern nach Los Angeles,
um von dort aus eine dreiwöchige Tour mit einem 25-feet Wohnmobil zu machen.

Zu unseren Stationen gehörten u. A. Joshua Tree Nationalpark, Grand Canyon NP,
Bryce Canyon NP, Monument Valley, Zion NP, Yosemite NP, Death Valley, Las Vegas
und San Francisco. Und die vielen weiteren Nationalparks und State Parks, die
sich links und rechts der Straße noch so anboten...
Insgesamt 3.400 km legten wir mit unserem Motorhome 25 ft zurück und lernten
dabei nicht nur Interstates, Highways, dirtroads und gravelroads kennen, sondern
auch Wüste, rote Felsen, geflutete Canyons (Lake Powell, der Ex-Glen Canyon),
Nadelwälder und beeindruckende Schluchten. Familiäres Highlight waren die
Geburtstage der Kinder in San Francisco, wozu wir eigens als Überraschung ein
schickes Cabrio gemietet hatten, um nicht nur stilvoll über die Golden Gate
Bridge zu fahren, sondern auch bequemer die Stadt zu erkunden.
USA - die Dritte Nachdem wir auf den ersten beiden Reisen hauptsächlich
Felsen, Wüste und Sand gesehen hatten, wollten wir 2008 einmal eine andere Seite
des amerikanischen Westens kennenlernen. Mit einem netten kleinen 4WD-Mietwagen
machten wir uns diesmal zu zweit auf die Reise von Salt Lake City nach Seattle.

Video: Ausbruch Cone-Geysir
Wir verzichteten zwar auf den Komfort, zwei Dolmetscherinnen bei uns zu haben
wie im Jahr zuvor mit den beiden Mädchen,
dafür konnten wir aber unsere Besichtigungen, Wanderungen und Stopps planen wie
und wann wir wollten und hatten außerdem jeden Abend ein "richtiges" Bett.
Stationen waren der Yellowstone Nationalpark, Mt. St. Helens, Glacier NP, Mt.
Rainier, Olympia NP und Seattle. Diese Reise war geprägt von brodelnden und
blubbernden Löchern mit heißem, stinkenden Wasser, von zahlreichen Begegnungen
mit respekteinflößenden Bisons, vom satten Grün riesiger
Nadelwälder und vom Plätschern und Rauschen zahlreicher Gewässer.Danach hatte
ich für mich aus gegebenen Umständen zuerst einmal einen Haken hinter mein
USA-Fieber gemacht. Ich konnte doch nicht ahnen, dass sich das dann doch so
schnell ändern würde... :-)
USA - die Vierte
Ohne mein vorheriges Wissen kam es im Jahr 2010 dann zu einer Neuauflage von "Go West".
Mein Mann überraschte mich Weihnachten 2009 mit fix und fertigen Reiseplänen für
eine dreiwöchige Rundreise durch den Westen. Anlässlich unserer Silberhochzeit
hatte er für Mai/Juni "Las Vegas, rote Steine und mehr" als Reiseziel bzw. Motto
ausgesucht.
Und so ging es dann - wieder mit einem
geländetauglichen Mietwagen - über halsbrecherische Pisten in tiefe Ebenen
hinunter, hinauf auf hohe Plateaus mit atemberaubenden Fernsichten und in
weitläufige Wüstenlandschaften.

Abgesehen vom Hinflug, bei dem wir drei Stunden in Düsseldorf warten mussten,
bis ein Reifen an unserem Flieger gewechselt wurde, klappte auch diesmal wieder
alles reibungslos und begeistert kamen wir mit intensiven Eindrücken und einer
Liste "wo-wir-nochmal-wieder-hinmüssen" zurück. Und weil wir immer noch nicht
genug haben und das alles doch ein wenig anstrengend war, überlegten wir uns,
doch auch einmal einen entspannteren Urlaub in unserem Traum-Urlaubsland zu
verbringen. Mit Relaxen am Wasser, Sonnenuntergängen am Strand und Spaziergängen
unter Palmen :-) Wie man das mit Amerika kombiniert? Ganz einfach: fliegen wir
doch mal nach Florida...
Und so kam es dann...
USA - die Fünfte
Von Miami aus ging es an der Küste entlang nach Süden und in die Everglades.
Mit dem Rad waren wir in den Everglades unterwegs und sind durch mehrere
"Urwälder" gewandert. Wir haben einige schöne Sonnenuntergänge an wunderschönen
Stränden gesehen und sind kilometerweit auf schnurgeraden Straßen über die Keys
bis zum südlichsten Punkt der USA gefahren. Wir wissen jetzt, dass Alligatoren
massenweise "einfach so" in den Gräben entlang der Straßen liegen und scheinbar
faul vor sich hindösen, dass Pelikane ganz schön frech sind, dass Schildkröten
sich gern unter parkende Autos verkriechen - und dass Palmen an Parkplätzen
manchmal einfach so im Weg stehen können. Wir wissen, wo es die leckersten
Spareribs, das üppigste Salatbüffet und die teuersten Margeritas gibt. Und wir
wissen jetzt auch, wo und wie die ganz Reichen wohnen und wohin es reiche
Rentner zum Entspannen zieht.
Es war alles in allem ein schöner Urlaub mit viel Entspannung und viel Sonne,
Strand und Meer. Doch Florida hat nicht das, was der Westen hat und wir waren
uns einig, dass es uns "beim nächsten Mal" wieder Richtung Westen ziehen würde.
Warten wir's mal ab... |
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